Aktuelles
rund um das Thema Mieten





Rubrik: Mieterbund Lüneburg aktuell

Corona-Schutzpaket für Mieterinnen und Mieter gilt ab heute

Empfehlungen des Deutschen Mieterbundes – Einrichtung eines Sicher-Wohnen-Fonds nach wie vor geboten

Ab 01.April 2020 gilt für Mieterinnen und Mieter ein besonderer Kündigungsschutz.
Sie können infolge der Corona-Pandemie ihre Miete in den kommenden drei Monaten nicht oder nur teilweise zahlen, kann der Vermieter weder ihre Wohnung noch die gemieteten Gewerberäume wegen Zahlungsverzuges kündigen. Mieterinnen und Mieter haben bis Ende Juni 2022 Zeit, ihre Mietzahlung nachzuholen und müssen bis zu diesem Zeitpunkt keine Kündigung wegen Nicht- oder Teilzahlung der Mieten aus April 2020 bis Juni 2020 fürchten. Diesen erweiterten Mieterschutz haben Bundestag und Bundesrat vergangene Woche beschlossen, nachdem sich auch der Deutsche Mieterbund (DMB) für den Schutz der Mieterinnen und Mieter vor dem Verlust ihrer Wohnung und Gewerberäume stark gemacht hatte.

„Das seit heute geltende neue Mieterschutzgesetz ist wichtig und der erste Schritt in die richtige Richtung. Mieterinnen und Mieter haben nun die Gewissheit, dass sie in der aktuellen Krise nicht auch noch ihre Wohnung oder ihre für den Lebensunterhalt benötigten Gewerberäume verlieren“.,

Den Mieterinnen und Mietern empfiehlt der Deutsche Mieterbund folgendes Vorgehen:

Wer wegen Corona Schwierigkeiten hat seine Miete zu bezahlen, sollte sich als erstes sofort mit seinem Vermieter in Verbindung setzen. Gemeinsam kann dann versucht werden, einvernehmlich eine für alle Seiten geeignete Lösung zu finden. Dies sollte am besten schriftlich erfolgen. Vorstellbar sind beispielsweise Vereinbarungen über Ratenzahlung, Stundung der Miete oder einen zumindest teilweisen Mieterlass, sollte der Vermieter dies wirtschaftlich vertreten können.  

Den Mieterinnen und Mietern ist außerdem dringend geraten zu überprüfen, ob ihnen  Arbeitslosen-, Kurzarbeiter- oder Wohngeld zusteht. Durch ebenfalls in der letzten Woche beschlossene Änderungen in den Sozialgesetzbüchern kann jetzt der Antrag auf Grundsicherung schnell und formlos telefonisch, per Mail oder Post beim zuständigen Jobcenter gestellt werden. Die Neuregelungen im Sozialrecht sehen unter anderem vor, dass in den ersten sechs Monaten des Leistungsbezugs die Ausgaben für Miete und Heizung in tatsächlicher Höhe übernommen werden, eine Vermögensprüfung entfällt für diesen Zeitraum. Mieter, die wegen Jobverlustes Anspruch auf Grundsicherung haben, sind daher zumindest vorerst vor dem Verlust ihrer Wohnung und vor einem sich anhäufenden Berg von Mietschulden sicher, sobald ihr Antrag auf Grundsicherung bewilligt wurde.

Um aber auch die Mieterinnen und Mieter vor einem wachsenden Schuldenberg wegen nachzuzahlender Mieten zu schützen, die weder eine Einigung mit ihrem Vermieter erzielen können noch Anspruch auf Sozialleistungen haben, ist die Einrichtung des von uns bereits in den vergangenen Wochen geforderten Sicher-Wohnen-Fonds nach wie vor dringend erforderlich. Ansonsten würden sowohl diese Wohnraummieter als auch die Gewerbemieter mit einem Schuldenberg belastet, den viele von ihnen auch nach der Pandemie nicht oder allenfalls nur teilweise ausgleichen können. Hier kann und soll der Fonds schnell und unbürokratisch Hilfe leisten.

Hinzugefügt am 01.4.2020 von Dieter Peisker

Rubrik: Mieterbund Lüneburg aktuell

CORONA-Krise

Sehr geehrtes Mitglied,

das gesellschaftliche und geschäftliche Leben wird nun auch in Lüneburg, wegen der COVID 19 (Corona)-Pandemie, erheblich eingeschränkt.

Auch wir, der Deutsche Mieterbund Lüneburg e.V. ist davon betroffen.

Daher ist eine persönliche Beratung zur Zeit nicht möglich. Sofern Sie Beratungsbedarf haben, gilt bis auf weiteres folgendes:

Terminvergabe erfolgt während der Geschäftszeiten nur noch telefonisch unter (04131) 4 23 96 oder per E-Mail an info@mieterbund-lueneburg.de

Wir werden dann mit Ihnen telefonisch bzw. Online kommunizieren. Ihre Mitglieds-Nummer nennen Sie bitte am Anfang des Gesprächs, bzw. vermerken Sie sie zu Beginn des Schriftsatzes.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Hinzugefügt am 17.3.2020 von Dieter Peisker

Rubrik: Mieterbund Lüneburg aktuell

Osterferien

Die Geschäftsstelle ist in der Zeit von Montag, den 06. April 2020 bis einschließlich Dienstag den 14.April 2020 geschlossen.

Wir wünschen Ihnen schöne Feiertage.

 

Hinzugefügt am 17.3.2020 von Dieter Peisker

Rubrik: Stadt Lüneburg

Netzwerk Lüneburg Sozial!

Thesen zur Lüneburger Wohnpolitik

Der Lüneburger Wohnungsmarkt ist mittlerweile vollständig außer Kontrolle geraten. Hohe und weiterhin rasant steigende Miet- und Kaufpreise bestimmen die Situation und sind Folge mehrerer Ursachen. Zum einen investieren viele Vermögende aufgrund dauerhaft niedriger Zinsen in Immobilien und heizen den Markt immer weiter an, zum anderen gab und gibt es erhebliche Versäumnisse in kommunaler und niedersächsischer Wohnungs- und Baupolitik. "Schwarze Null" und andere "Sparzwänge" verhindern öffentlichen Wohnungsbau zu oft oder schränken ihn zumindest ein.

Lüneburg Sozial - Thesen zur Lüneburger Wohnungspolitik
Lüneburg Sozial - Forderungen zur Lüneburger Wohnungspolitik

Hinzugefügt am 17.3.2020 von Dieter Peisker

Rubrik: Allgemeines

Wuchermieten verbieten – Umwandlungen erschweren

Mieterbund begrüßt Vorhaben von Bauminister Horst Seehofer

(dmb) „Wir unterstützen die Vorhaben von Bundesbauminister Horst Seehofer, Wuchermieten zu verhindern und Umwandlungen von Miet- in Eigentumswohnungen zu erschweren“, kommentierte der Präsident des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, die Ankündigungen des Ministers in einem Interview mit der Zeitung „Welt am Sonntag“. „Jetzt muss der Minister seinen Worten auch Taten folgen lassen. Dann kann es sehr schnell gehen. Gesetzentwürfe zur Bekämpfung von Wuchermieten und zur Begrenzung von Umwandlungen liegen seit Wochen auf dem Tisch.“

Umwandlungen von Miet- in Eigentumswohnungen führen in aller Regel zu einer Mieterverdrängung bzw. zu enormen Preissteigerungen. Das bisherige grundsätzliche Umwandlungsverbot für Milieuschutzgebiete muss ausgeweitet werden auf alle angespannten Wohnungsmärkte. Die Genehmigung für eine Umwandlung darf es nur noch in Ausnahmefällen geben.

Siebenkotten: „Ein Referentenentwurf von Justizministerin Christine Lambrecht liegt vor. Wenn auch Bauminister Horst Seehofer jetzt für die Begrenzung der Umwandlungen ist, kann ein Gesetz, das Umwandlungen von einer Genehmigung abhängig machen will, kurzfristig in den Bundestag eingebracht werden.“

Mietwucher: Vermieter, die eine Miete fordern, die mehr als 20 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt, begehen eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße zu ahnden ist. Dieses Gesetz gibt es schon seit Jahren. Für die Praxis ist es aber unanwendbar, weil weitere Voraussetzung die Ausnutzung einer Zwangslage des Mieters ist. Der Bundesrat hat auf Initiative Bayern vorgeschlagen, die Voraussetzung „Ausnutzung“ aus dem Gesetz zu streichen.

Siebenkotten: „Der partei- und länderübergreifende Gesetzentwurf des Bundesrates liegt jetzt im Bundestag. Wenn die Bundesregierung mitzieht, kann die Große Koalition kurzfristig eine wirksame Regelung gegen Mietwucher schaffen. Wir erwarten, dass sich Bundesbauminister Horst Seehofer jetzt aktiv innerhalb der Bundesregierung und innerhalb der Unionsparteien für die beiden Gesetzentwürfe einsetzt.“

Hinzugefügt am 13.2.2020 von Dieter Peisker

Rubrik: Allgemeines

Wohnungskrise 2020

Schnelle, umfassende und radikale Lösungen notwendig

(dmb) Die Wohnungskrise in Deutschland spitzt sich immer weiter zu. Etwa 1 Million Wohnungen fehlen, insbesondere in den Großstädten, Ballungszentren und Universitätsstädten. Die Bestands- und Wiedervermietungsmieten erreichen Rekordniveau. Fast die Hälfte der Mieter in Großstädten hat Angst, die Miete künftig nicht mehr zahlen zu können. Der Wohnungsneubau stagniert und schafft keine Entlastung für die extrem angespannten städtischen Wohnungsmärkte. Von den knapp 300.000 neu gebauten Wohnungen im letzten Jahr sind nur etwa ein Drittel klassische Mietwohnungen und weniger als ein Zehntel bezahlbare Sozialwohnungen.

„Wohnen muss für Mieter bezahlbar sein und bleiben“, forderten der Präsident des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, und die DMB-Bundesdirektorin Melanie Weber-Moritz auf einer Pressekonferenz in Berlin. „Notwendig sind jetzt schnelle, umfassende und auch radikale Lösungen, mit denen die extremen Mietpreissteigerungen und die Mieterverdrängung gestoppt werden, Spekulationen mit Grund und Boden verhindert und der Neubau bezahlbarer Wohnungen deutlich gesteigert werden können. Der Markt – das zeigen die letzten Jahre – kann und wird die Wohnungs- und Mietenprobleme nicht lösen. Wir brauchen mehr staatliches Engagement, umfassende öffentliche Förderung und mehr gesetzliche Leitplanken, das heißt Ordnungsrecht, auf den Wohnungsmärkten.“

12 Forderungen für eine sozialgerechte und nachhaltige Wohnungspolitik

  1. 2 Millionen Sozialwohnungen bis zum Jahr 2030
    Der Bestand an Sozialwohnungen von derzeit 1,2 Millionen muss bis zum Jahr 2030 auf mindestens 2 Millionen aufgestockt werden. Dazu müssen pro Jahr 80.000 neue Sozialwohnungen gebaut und für 75.000 bestehende Wohnungen Preis- und Sozialbindungen geschaffen werden. Hierfür müssen Bund und Länder mindestens 6,5 Milliarden Euro an Fördermitteln pro Jahr zur Verfügung stellen.
  2. 60.000 neue bezahlbare Mietwohnungen pro Jahr bauen
    Neben Sozialwohnungen müssen pro Jahr 60.000 neue, auch für Normalverdiener erschwingliche Mietwohnungen gebaut werden. Der Staat muss dies durch Steuererleichterungen im Umfang von 3 Milliarden Euro fördern. Im Gegenzug zur Inanspruchnahme der Steuervergünstigungen müssen in diesen Wohnungen Mietobergrenzen eingehalten werden.
  3. Bestand an öffentlichen Wohnungen erhöhen
    Der Bestand an öffentlichen Wohnungen, das heißt Wohnungen von Bund, Länder und Kommunen, muss deutlich erhöht werden. Die Wiedereinführung eines gemeinnützigen Wohnungssegments mit dauerhaften Sozialbindungen der Wohnungsunternehmen und damit der Wohnungsbestände muss vorangetrieben werden.
  4. Bauland mobilisieren – Bodenspekulation verhindern
    Kommunen müssen verstärkt Bauland ausweisen, Bodenvorratspolitik betreiben und Grundstücke aufkaufen. Öffentlicher Grund und Boden muss dauerhaft öffentlich bleiben. Bund und Länder sollten Grundstücke und Bauland nur an die Kommunen verkaufen dürfen. Kommunen dürfen Grundstücke nur noch in Erbpacht vergeben, vorrangig für den Bau von Sozial- bzw. bezahlbaren Mietwohnungen. Sie müssen ein gesetzliches Vorkaufsrecht für Grundstücke in ihrer Gemeinde erhalten. Baugenehmigungen sind zeitlich zu begrenzen, Baugebote auszusprechen, Spekulationsgewinne abzuschöpfen.
  5. Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen stoppen
    Umwandlungen von Miet- in Eigentumswohnungen führen in aller Regel zu einer Mieterverdrängung bzw. zu enormen Preissteigerungen. Das bisherige Umwandlungsverbot für Milieuschutzgebiete muss ausgeweitet werden auf alle angespannten Wohnungsmärkte. Eine Genehmigung für eine Umwandlung darf es nur noch in engen Ausnahmefällen geben.
  6. Kündigungsschutz verbessern
    Als Kündigungsgründe für Vermieter dürfen nur Vertragsverletzungen des Mieters, Eigenbedarf und wirtschaftliche Verwertung in Betracht kommen. Eigenbedarf ist dahingehend zu konkretisieren, dass der Vermieter nur kündigen darf, wenn er oder ein naher Familienangehöriger die Wohnung dauerhaft zu Wohnzwecken nutzen will. Kündigungen wegen Mietschulden (Zahlungsverzug) müssen durch Nachzahlung der offenstehenden Mieten innerhalb einer Schonfrist abgewendet werden können. Was heute schon für die fristlose Kündigung gilt, muss auch für die ordentliche Kündigung mit Kündigungsfrist gelten.
  7. Mietenstopp für Bestandsmieten
    Mieterhöhungen auf die ortsübliche Vergleichsmiete müssen wirksam begrenzt werden, zum Beispiel durch die Absenkung der Kappungsgrenze, wonach Mieterhöhungen innerhalb von 3 Jahren nur noch um 6 Prozent zulässig sind, oder durch eine Regelung, dass die Mieten nur noch in Höhe der Inflationsrate steigen dürfen.
  8. Mietpreisbremse scharf stellen
    Wiedervermietungsmieten müssen generell bei 10 Prozent oberhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete gedeckelt werden. Die Bestimmung muss bundesweit gelten, Ausnahmen, wie die Regelung zur Vormiete, sind zu streichen.
  9. Mietwucher bestrafen
    Vermieter, die eine Miete fordern, die mehr als 20 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt, begehen eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße zu ahnden ist. Dieses Gesetz gibt es schon seit Jahren. Für die Praxis ist es aber unanwendbar, weil weitere Voraussetzung die Ausnutzung einer Zwangslage des Mieters ist. Der Bundesrat hat auf Initiative Bayerns vorgeschlagen, die Voraussetzung „Ausnutzen“ aus dem Gesetz zu streichen. Der Bundestag muss nur noch zustimmen.
  10. Modernisierungen sozialverträglich gestalten – Mieterhöhungsspielräume begrenzen
    Nach geltendem Recht kann der Vermieter 8 Prozent seiner Modernisierungskosten zeitlich unbefristet auf die Jahresmiete umlegen, maximal 2 bzw. 3 Euro pro Quadratmeter und Monat. Die hieraus resultierenden Preissteigerungen sind für die meisten Mieter nicht bezahlbar. Die Modernisierungsumlage muss auf höchstens 4 Prozent abgesenkt werden bzw. ganz entfallen. Mieterhöhungen aufgrund von Wohnwertverbesserungen oder gestiegener Energieeffizienz können dann über die ortsübliche Vergleichsmiete geltend gemacht werden.
  11. Öffentliche Förderung bei Modernisierungen umgestalten und aufstocken
    Insbesondere die energetische Modernisierung des Gebäudebestandes ist unverzichtbar. Um Vermietern einen Anreiz zu geben, zu modernisieren, bei gleichzeitiger Einschränkung der Mieterhöhungsmöglichkeiten, ist eine Aufstockung und der Umbau des öffentlichen Fördersystems notwendig. Die öffentliche Förderung sollte direkt an den Vermieter ausgezahlt werden und der dürfte nicht länger verpflichtet sein, die öffentliche Förderung auf die Modernisierungskosten anzurechnen. Um die Klimaschutzziele, das heißt einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand bis zum Jahr 2050, zu erreichen, muss die jährliche Sanierungsquote auf 2 bis 3 Prozent angehoben werden. Dazu werden öffentliche Fördermittel von mindestens 10 Milliarden Euro im Jahr notwendig sein.
  12. Wohngeld erhöhen – Energiekosten einbeziehen
    Nach der Wohngelderhöhung zum 1.1.2020 erhalten rund 50.000 Eigentümer- und 610.000 Mieterhaushalte Wohngeld, also einen staatlichen Zuschuss zum Wohnen. Durch Anhebung der Einkommensgrenzen ist die Zahl der Wohngeldbezieher zu erhöhen. Bei der für die Wohngeldberechnung zu berücksichtigenden Miete sind Energiekosten für Heizung und Strom mit einzubeziehen.

Hinzugefügt am 13.2.2020 von Dieter Peisker

Rubrik: Allgemeines

Neuer Betriebskostenspiegel

Mieter müssen in Deutschland im Durchschnitt 2,16 €/m²/Monat für Betriebskosten zahlen. Rechnet man alle denkbaren Betriebskostenarten mit den jeweiligen Einzelbeträgen zusammen, kann die sogenannte zweite Miete bis zu 2,81 €/m²/Monat betragen. Das sind die Ergebnisse aus dem aktuellen Betriebkostenspiegel, den der Deutsche Mieterbund jetzt auf  grundlage der Abrechnungsdaten des Jahres 2017 vorlegt.

Für eine 80 m² große Wohnung müssten bei Anfallen aller Betriebskostenarten 2.697,60 € für das Abrechnungsjahr 2017 aufgebracht werden.

Die Kosten für Heizung und Warmwasser sind im Abrechnungsjahr 2017 stabil geblieben und liegen im Durchschnitt bei 1,03 €/m²/Monat. Hier wird die Höhe der Kosten vor allem durch klimatische Einflüsse, den energetischen Zustand der Wohnung und starken Preisunterschieden, sowohl zwischen Heizöl, Gas und Fernwärme, als auch zwischen den einzelnen Gas- und Fernwärmeversorgern bestimmt.

Während z.B. die Kosten für ölbeizte Wohnungen spürbar angestiegen sind, sanken die Kosten für Gas und Fernwärme. Die Daten des Betriebskostenspiegels weisen eine Bandbreite von 0,74 bis 1,89 €/m²/Monat auf. Für eine  80 m² große Wohnung ergeben sich somit durchschnittlich Heiz- und Warmwasserkosten in Höhe von 988,80 € im Jahr.
Letztlich entfallen rund 50% der tatsächlich gezahlten Betriebskosten auf Heizung und Warmwasser.

Detaillierte Informationen sowie Grafiken findenSie unter www.mieterbund.de.

Hinzugefügt am 28.10.2019 von Dieter Peisker

Rubrik: Allgemeines

Modernisierungs­ankündigungen von Dezember 2018 sind keine Grundlage für Mieterhöhungen

Der DMB-Mieterverein hat die erste Musterfeststellungsklage im deutschen Mietrecht gewonnen und damit das erste Musterfeststellungsurteil überhaupt in Deutschland erstritten. Das Oberlandesgericht München (MK 1/19) gab dem DMB-Mieterverein,
der mit seiner Klage mehr als 130 Mieter einer Münchener Wohnanlage vertritt, Recht.

Die Modernisierungsankündigungen des Vermieters, der Max-Emanuel-Immobilien GmbH, von Dezember 2018 sind keine Grundlage für spätere Modernisierungsmiet-erhöhungen nach altem, bis zum 31.12.2018 geltendem Recht. Weil zwischen Modernisierungsankündigung und geplantem Beginn der Modernisierungsarbeiten mehr als zwei Jahre liegen sollten, war es für die Münchener Richter wohl offensichtlich, dass sich hier ein Vermieter trickreich die Vorteile des alten Mietrechts sichern wollte.

Nach neuem, ab 1.1.2019 geltendem Recht kann der Vermieter nur noch 8% der Modernisierungskosten auf die Jahresmiete aufschlagen. Lag die bisherige Miete unter 7,00 € pro Quadratmeter, ist die Modernisierungsmieterhöhung gedeckelt - der Vermieter darf die Miete dann höchstens um 2 Euro pro Quadratmeter und Monat erhöhen. Lag die bisherige Miete über 7,00 €  pro Quadratmeter, darf die Mieterhöhung maximal 3,00 € pro Quadratmeter und Monat betragen.

Nach altem Recht konnte der Vermieter 11% der Modernisierungskosten auf die Jahresmiete aufschlagen, eine Kappung der Modernisierungskosten gab es nicht.

Genau diese Rechtslage wollte die Max-Emanuel-Immobilien GmbH noch schnell für sich ausnutzen, als sie am 27. Dezember 2018 Modernisierungsmaßnahmen angekündigte, die dann im März 2021 beginnen sollten. Dabei errechnete sie Mieterhöhungen zwischen 5,00 und 13,00 € pro Quadratmeter und Monat.

Nach dem Erfolg des Münchener Mietervereins und der Entscheidung des Oberlandes-gerichts München wird jetzt die Mieterhöhung, wenn der Vermieter tatsächlich modernisiert, deutlich geringer ausfallen. Maximal 3,00 € pro Quadratmeter und Monat sind dann möglich.

Hinzugefügt am 28.10.2019 von Dieter Peisker

Rubrik: Allgemeines

Abrechnungsfehler bei den Betriebskosten rechtzeitig reklamieren!

Spätestens 12 Monate nach Erhalt der Betriebskostenabrechnung muss der Mieter Fehler und Unrichtigkeiten in seiner Abrechnung reklamiert haben. Einwendungen des Mieters nach Ablauf der Jahresfrist sind ausgeschlossen – egal, wie falsch und fehlerhaft und fehlerhaft die Abrechnung ist oder auch, wie oft der Mieter bei früheren Abrechnungen diesen Fehler schon reklamiert hat.

In einem vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall hatte der Vermieter 700 Euro Vorauszahlungen des Mieters nicht berücksichtigt und außerdem Kosten für Instandhaltung und Verwaltung abgerechnet.

Der Mieter rügte diese Fehler nach 22 Monaten. Zu spät, wie die Karlsruher Richter entschieden. (BGH VIII ZR 209/15)  Trotz dieser gravierenden Fehler sei die  Abrechnung des Vermieters formell ordnungsgemäß.  Die inhaltlichen Fehler hätte der Mieter innerhalb der Zwölfmonatsfrist reklamieren müssen. Das gelte sowohl für die zu Unrecht nicht berücksichtigten Vorauszahlungen als auch für die Kostenpositionen Instandhaltung und Verwaltung, die nach dem Gesetz gar nicht als Betriebskosten umlegbar sind.

Nur so könne innerhalb absehbarer Zeit Klarheit über die Betriebskostenabrechnung erzielt werden, könne die im Gesetz beabsichtigte Befriedungsfunktion eintreten.

Der Bundesgerichtshof hatte bereits früher entschieden, dass die Zwölfmonatsfrist auch gilt, wenn Mieter in den Vorjahren den immer gleichen Fehler des Vermieters in der Betriebskostenabrechnung regelmäßig und erfolgreich reklamiert hatten. Hier ging es um die Position Grundsteuer, die der Mieter laut Mietvertrag nicht zahlen musste, der Vermieter aber Jahr für Jahr trotzdem abrechnete. Weil der Mieter vergessen hatte, innerhalb der Zwölfmonatsfrist zu reklamieren, musste er für dieses Jahr Grundsteuer zahlen. (BGH VIII ZR 185/09)

Hinzugefügt am 13.9.2019 von Dieter Peisker

Rubrik: Allgemeines

Wem gehört Lüneburg?

Wohnen ist eines der drängendsten Themen unserer Stadt. Wir glauben, dass besser darüber diskutiert werden kann, wenn der Wohnungsmarkt transparenter wird.

Wir – das sind die Landeszeitung für die Lüneburger Heide, das gemeinnützige Rechenzentrum Correktiv und Sie: Die Bürger von Lüneburg. Der Deutsche Mieterbund Lüneburg e.V. unterstüzt diese Kampagne und bitte ihre Mitglieder um rege Beteiligung.
Gemeinsam mit Ihnen wollen wir für mehr Transparenz auf dem Wohnungsmarkt sorgen und eine Diskussion zum Thema Wohnen in der Stadt entfachen.

Wir wollen heraus finden:

1. Wem gehört das Haus, in dem Sie wohnen
2. Was treibt Mieten und Immobilienpreise in die Höhe?
3. Wer kann was tun, um die Krise zu entschärfen?

Um diese und weitere Fragen zu beantworten, startet Lüneburgs erste Bürgerrecherche, erreichbar über die Kampagnen-Homepage www.WEMgehoertLUENEBURG.de
Erzählen Sie Ihren Freunden, Nachbarn und Kollegen von der Aktion und seien Sie dabei bei Lüneburgs erster Bürgerrecherche – gemeinsam für eine lebenswerte Stadt !
Die Ergebnisse der Recherche finden sie laufend auf der Kamgagnen-Homepage, sowie in der Landeszeitung.

Hinzugefügt am 27.5.2019 von Dieter Peisker


Adresse

Deutscher Mieterbund Lüneburg e.V.
Untere Schrangenstraße 20
21335 Lüneburg

Für Sie erreichbar

Telefon (0 41 31) 42 39 6
Fax (0 41 31) 2 20 69 57
info@mieterbund-lueneburg.de
www.mieterbund-lueneburg.de

Öffnungszeiten

Montag  9.00 - 11.30 Uhr
Dienstag  14.00 - 17.00 Uhr
Mittwoch  9.00 - 13.00 Uhr und
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